Projekte - Einfaches Wohnen – Undermüli Fehraltdorf

Beschreibung des Projekts - Baubüro in situ


Zielgruppe?
-
Asylsuchende / Für Alle
Wo ist der Projekt? - Fehraltdorf
Wann haben sie gebaut? - 2020
Funktion? - Wohnen
Wieviel Leute kann nutzen? - ?
Projekt Grösse? - 941 m2
Kosten? Kosten pro Quadratmeter? - ?
Bauherrschaft? - Gemeinde Fehraltdorf
Projekt-Team? - Francesca Garcia, Christoph Müller

Der von der Gemeinde Fehraltorf neu erstellte Wohnbau soll die bestehende, stark sanierungsbedürftige Asylunterkunft ersetzen. Wegen eines Ausbaus der Abwasserreinigungsanlage auf dem gleichen Grundstück musste der bestehende Containerbau ohnehin weichen. Den neuen Standort definierte die Gemeinde auf dem gleichen Areal, südöstlich des Grundstücks. Der kompakte vierstöckige Wohnbau soll für mindestens 44 Personen in Zweierzimmern Platz bieten. Bei rückläufigen Asylquoten werden die Wohnräume auch weiteren hilfsbedürftigen Personen wie zum Beispiel Sozialhilfeempfängern in Not zur Verfügung stehen.

Der Neubau soll möglichst flexibel auf unterschiedliche Bedürfnissituationen reagieren können. Deshalb wurde bei den Grundrissen der Wohnungen auf die Adaptierbarkeit der Wohnungsgrössen für Klein- oder Grossfamilien sowie für Wohngemeinschaften Wert gelegt. Über zuschaltbare Zimmer können so die Wohnungen auf 2-Zimmerwohnungen verkleinert oder auf 4-Zimmerwohnungen vergrössert werden. Dies mit einer Belegung von jeweils 2-6 Personen pro Wohnung. Zudem sollen unterschiedliche Aufenthaltsbereiche geschaffen werden, um das Zusammenleben möglichst angenehm zu gestalten. Bei den Schlafzimmern wurde ein Schrankmöbel als Raumtrennung konzipiert, welche eine minimale Privatsphäre ermöglicht und gleichzeitig Stauraum bietet.

Das Gebäude wurde als Holzelementbau konzipiert und ausgeführt. Durch den hohen Grad an Vorfabrikation ermöglicht der Holzelementbau eine sehr effiziente und schnelle Montage auf dem Bauplatz.

Für die gemeinschaftlich genutzten Räume werden drei Metallcontainer der ehemaligen Wohnsiedlung versetzt. Sie bilden gemeinsam mit einem kleinen Holzpavillon einen Begegnungsort für die Geflüchteten und die Anwohnenden, wo ein Dialog auf Augenhöhe entstehen kann. Der Spielplatz soll zu einem späteren Zeitpunkt mit den Bewohner*innen gestaltet und gebaut werden.

Bilder und Pläne © Baubüro in situ

Bilder zum Projekt