Projekte - Shelter is not enough – Lebensräume für Flüchtlinge in der Schweiz – Ausstellung

Beschreibung des Projektes - Architecture for Refugees SCHWEIZ


"Bewaffnete Konflikte, Unruhen, politische Verfolgung, Menschenrechtsverletzungen, Armut: Immer mehr Menschen sehen sich gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Weltweit sind über 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Im Sommer 2015 wurde die Asylmigration in Europa in ausserordentlichem Mass spürbar. Der Krieg in Syrien sowie Konflikte in weiteren Staaten führten dazu, dass in den Jahren 2015 und 2016 rund 2,6 Millionen Menschen in Europa Asyl suchten, rund 66‘700 davon in der Schweiz. 

Wie leben die Flüchtlinge in unserem Land? Einquartiert in Container-Siedlungen, alten Hotels, Zivilschutzunterkünften aber auch in gewöhnlichen Wohnungen versuchen die Menschen, die ihr Land, ihre Familie und ihr Umfeld hinter sich gelassen haben, hier eine zweite Heimat zu finden. Damit dies gelingt, braucht es mehr als ein Dach über dem Kopf, mehr als «shelter». Es braucht Räume, die sowohl Privatsphäre als auch Gemeinschaft zulassen und es braucht Orte, die Gelegenheit bieten, mit der Schweizer Bevölkerung in Kontakt zu treten. Qualitätsvolle Lebensräume sind eine Voraussetzung für ein erfolgreiches Miteinander. Die Debatte zur Frage, wie Flüchtlinge hier leben sollen, steckt noch in den Kinderschuhen. Diese Ausstellung versteht sich als Beitrag dazu. 

Im Raum Einblicke (links) rücken wir acht Personen ins Zentrum, die in die Schweiz geflüchtet sind. Sie gewähren Einblick in ihre Wohn- und Lebensräume, einerseits mit Blick zurück in ihre Heimat, andererseits in der gegenwärtigen Situation. Zu einer Innensicht lädt der Raum rechts ein: Wir stellen Fragen zu Lebensräumen, Heimat und zum Zusammenleben. Schliesslich geht es im mittleren Raum um Ausblicke: Wie könnte ein positives räumliches Zusammenleben von Einheimischen und Flüchtlingen aussehen? Lassen Sie sich von erfolgreichen Projekten inspirieren und bringen auch Sie einen Beitrag ein, sei es direkt in der Ausstellung oder durch die Teilnahme an der begleitenden Workshop-Reihe, die den Austausch zwischen Expertinnen, Flüchtlingen und Ausstellungsbesuchern ermöglicht." - kurze Einleitung von der Ausstellung. Die Ausstellung war zwischen dem 13. April bis dem 1. Oktober 2017 in der Villa Patumbach in Zürich erreichbar.

Bilder © Architecture for Refugees SCHWEIZ

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