Artikel - Wie leben die BewohnerInnen einer Asylunterkunft?

Die unterschiedlichen und wechselnden Räume, die wir stetig nutzen, beeinflussen unsere Identität und unser Zusammenleben – sie stärken gleichzeitig unser Bedürfnis nach Sicherheit und Ruhe als Ausgleich zu den vielfältigen Erfahrungen. Für Geflüchtete spielt dieser Aspekt eine besondere Rolle, da sie gerade wichtige Teile Ihrer Identität hinter sich gelassen haben. Die Herausforderung, sich am neuen Ort ein neues Leben aufzubauen, ist ohne Zuhause, Privatsphäre und die Möglichkeit im öffentlichen Raum an der Gesellschaft teilzunehmen, kaum zu bewältigen. Welche Basis ist für den Prozess der Identitätsbildung innerhalb einer fremden Kultur notwendig? Welche Räumlichkeiten und Infrastrukturen bieten die bestehenden Asylunterkünfte an und inwiefern können diese individuell genutzt werden? Sind bestehende Lösungen ausreichend oder müssen Konzepte für Unterkünfte und Möglichkeiten der Einrichtungen verbessert werden?  

Christina Arbenz hat mit ihrer Forschungsarbeit das Leben in zwei Zürcher Asylunterkünften des Baubüro in situ untersucht. Die Forschung in diesem Bereich steckt noch in den Kinderschuhen. Umso wichtiger ist ihr Engagement und die mutigen ersten Schritte, sich mit dieser wichtigen Thematik auseinanderzusetzen.

“The aim of the study is to determine to what extent asylum seekers in Zurich, Switzerland, alter their allocated temporary housings to develop new place attachments and maintain a connection to their past. The study will take place in Zurich, Switzerland, focusing on two very specific temporary housing schemes, namely, the TWS Aargauerstrasse (TWSA) and the TWS Leutschenbachstrasse (TWSL). These developments have both been designed by the NRS in situ Architects (Baubüro in situ) for the Asylorganisation Zurich (AOZ), who are the primary governmental organisation looking after asylum seekers and refugees in Zurich. Considered one of the leading designs for asylum seeker accommodation in the region, these residences are container module structures. The main difference between the two is the layout of public and private spaces. Through this research we will discover the positive and negative design aspects of each accommodation, with the aim of concluding on the preferred temporary housing style for future rollout.” – schreibt Christina Arbenz in ihrer Studie.

Die Studie “Place Attachments In Asylum Seeker Temporary Housing – Case Study Analysis: Zurich, Switzerland” finden Sie HIER!

Weitere Info, Projekte, Artikel und Videos finden sie hier von dem Baubüro in situ: KLICK

Bilder und Zeichungen © Christina Arbenz

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